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TEIL 2: Die sicheren Messenger?!

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Daniel Goldinger
vor 30 Tagen
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Über nicht Ende-zu-Ende verschlüsselte Messenger sollte man heute eigentlich nicht mehr kommunizieren. Doch wie soll man den richtigen Messenger auswählen? Schlussendlich kommt es ja auch auf das persönliche Netzwerk darauf an. Wenn ich nämlich der Einzige mit meinem Messenger bin, kann ich auch mit niemandem kommunizieren. 🙂

Was Ende-zu-Ende Verschlüsselung genau ist und wieso man das haben sollte, haben wir in TEIL 1: Die Überwachung und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereits behandelt.

Auf dem Blog von Mike Kuketz gibt es eine Messenger-Matrix. Diese Tabelle zeigt auf, welcher Messenger was bietet. Schauen wir uns die Vor- und Nachteile einiger hierzulande verbreiteten Messenger an.

WhatsApp

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja
Open Source: nein
Besonderheiten: Nutzung ohne Telefonnummer nicht möglich, sehr verbreitet

Facebook Messenger

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja, muss manuell aktiviert werden
Open Source: nein
Besonderheiten: Nutzung nur mit Facebook Account möglich

Teams / Skype

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja, muss manuell aktiviert werden
Open Source: nein
Besonderheiten: Wird hauptsächlich im Geschäftsumfeld verwendet (Teams), sehr verbreitet

Signal

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja
Open Source: ja
Besonderheiten: Sicherheitsaudit verfügbar

Threema

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja
Open Source: nur Client
Besonderheiten: Kostenpflichtig (daher Finanzierungsmodell klar), Sicherheitsaudit verfügbar

Telegram

Ende-zu-Ende verschlüsselt: ja
Open Source: ja
Besonderheiten: Firmenstruktur undurchsichtig (aktuell in Dubai), „nicht geheime Chats“ werden an die Server von Telegram übertragen

 

Es ist erfreulich, dass viele Messenger Ende-zu-Ende Verschlüsselung eingeführt haben. Jedoch muss der Anwender bei einigen Apps selbst prüfen, ob die Nachrichten wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, da dies teilweise nur optional angeboten wird. Ein Sicherheitsaudit gibt dem Benutzer zusätzliche Sicherheit, dass keine versteckten Hintertüren eingebaut wurden.

Zum Schluss noch ein Tipp an Diejenigen, die nur noch mit Messenger-Apps jonglieren müssen, da ihr Netzwerk unterschiedliche Messenger verwendet:
Das dezentralisierte Matrix-Protokoll (ein dazugehöriger Messenger ist bsp. Element) bieten sogenannte „Bridges“ an, mit denen sich diverse Messenger in einem verwenden lassen. Das Setup erfordert jedoch etwas Aufwand und richtet sich daher an technisch versiertere Anwender.

Egal, welchen Messenger Sie nun verwenden möchten, prüfen Sie, ob der von Ihnen verwendete Messenger Ihre Anforderungen unterstützt und sprechen Sie auch die Menschen in Ihrer Umgebung auf dieses Thema an. Gute Ende-zu-Ende Verschlüsselung sollte bei allen verwendeten Messenger zum Standard werden.

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Autor: Daniel Goldinger

Als Gründer der Goldinger IT GmbH erfreue ich mich täglich daran, unsere aktuellsten und innovativen Cloud Lösungen weiterzuentwickeln.

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