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Mit diesem Tool schützten Sie Ihre Privatsphäre im Internet

Bild von Daniel Goldinger
Daniel Goldinger
vor 652 Tagen
'Bild von einer Überwachungskamera'

 

Mittels einem Tracking Code wird ein Besucher auf einer Webseite «getrackt». Zwei klassische Beispiele dafür sind Google Analytics oder das «Facebook Pixel».

Wenn Sie im Browser bei Facebook oder Google angemeldet sind, können Sie über den Trackingcode beim Besuch einer Webseite persönlich identifiziert werden. Dabei ist es nicht notwendig, die Facebook oder Google Seite geöffnet zu haben, über ein Cookie auf Ihrem Computer sind Sie so jederzeit identifizierbar.

Beispiel 20min.ch
Rufen wir die Startseite von 20min.ch auf, werden im Hintergrund Scripts von 14 weiteren Domains abgerufen:

Doch was hat es damit auf sich?

adnxs.com (AppNexus) ist ein Werbeanbieter, der uns gerne besser kennen möchte.

adsafeprotected.com ist ein Werbeanbieter, der uns gerne besser kennen möchte.

cookielaw.org ist ein Dienst, der Datenschutzregulierungslösungen anbietet. Vermutlich nutzt 20min diesen für die Anzeige der «Cookie-Akzeptieren» Meldung.

da-services.ch scheint ebenfalls ein Werbeanbieter zu sein. Genaueres habe ich auf die schnelle nicht herausgefunden.

doubleclick.net ist ein Werbeanbieter für «Advertising & Analytics»

facebook.net ist Facebook / Meta. Damit können wir persönlich identifiziert werden.

fooby.ch ist der Rezepte-Dienst von Coop. Damit werden uns die leckeren Rezepte mit den dazugehörigen Einkaufslisten angezeigt.

google.com & googletagmanager.com & gstatic.com sind Domains von Google. Darüber werden einerseits Schriftarten geladen, andererseits werden wir auch da wieder identifiziert.

jsdelivr.net ist ein CDN Dienst, der uns die Seite von 20min.ch hübsch darstellt.

onetrust.com ist ein Dienst für den DSGVO-konformen Betrieb von Websites.

opencloud.com ist vermutlich an der technischen Bereitstellung der 20min.ch Seite beteiligt.

tda.link – Das sind die Trackingtools der Tamedia Gruppe. Damit sind wir über alle Webseiten der Tamedia Gruppe identifizierbar.

 

NoScript als Türsteher
Mit dem kostenlosen Script «NoScript», verfügbar für Mozilla Firefox und Google Chrome können wir nun für jede dieser Domains selbst entscheiden, ob wir das Script akzeptieren wollen oder nicht.

NoScript lässt sich über die AddOns von Firefox oder über den Chrome Web Store installieren. Nach der erfolgreichen Installation werden standardmässig alle Scripts blockiert. Über das Icon «S» kann nun für jede Domain das gewünschte Verhalten definiert werden:

Die Einrichtung benötigt etwas Zeit, man wird aber im Anschluss mit einem viel stärkeren Datenschutz belohnt und wird zudem auch für dafür sensibilisiert, wie stark man eigentlich auf den verschiedenen Webseiten «getrackt» wird.

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Autor: Daniel Goldinger

Als Gründer der Goldinger IT GmbH erfreue ich mich täglich daran, unsere aktuellsten und innovativen Cloud Lösungen weiterzuentwickeln.

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